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Problemlösung: mit Methode!

Probleme lösen
Problemlösungskompetenz

 

 

Problemlösung: mit Methode!

Wer Probleme gut lösen kann, hat ein dickes Ass im Ärmel – das gilt für alle Lebensbereiche. Aber wie wird man zum guten Problemlöser?

Ist das erlernbar? Gibt es dafür eine Methode?

Antworten findest du hier in meinem neuesten Beitrag.

 

Vor wenigen Tagen las ich zum heutigen Thema auf der Website „Karrierebibel“ von Jochen Mai einen beachtenswerten Artikel: „Problemlösung: In 4 simplen Schritten“. Zu Recht weist der Autor gleich anfangs darauf hin, dass auftauchenden Problemen die volle Konzentration gebührt und sie nicht aufgeschoben werden sollten. Vier allgemeine Schritte schlägt er dann für die Problemlösung vor:

  1. Konkrete Definition des Problems
  2. Analyse der Ursachen
  3. Lösungsvorschläge entwickeln
  4. Einschätzung der Vorschläge

Der Problemlösungsprozess an sich spielt nach Jochen Mai eine große Rolle und sollte deshalb gut koordiniert ablaufen.

In dem genannten Artikel geht es um das Lösen von Problemen im beruflichen Kontext, die Vorgehensweise kann jedoch durchaus auch auf andere Lebensbereiche übertragen werden.

 

Hier der Link zum vollständigen Artikel: https://karrierebibel.de/problemloesung/

 

Problemlösungskompetenz – ist sie erlernbar?

Ja, Problemlösungskompetenz ist erlern- und trainierbar. Als Psychologe und ehemaliger Leiter der berufsbezogenen Therapie kann ich das ausdrücklich bestätigen. Der Mensch kann sich diese Kompetenz aneignen – und sie gewinnbringend im Beruf, aber auch in vielen Bereichen seines privaten Lebens nutzen. Wie das genau geht? Am besten mit einer Methode, die funktioniert!

Anhand eines konkreten Beispiels aus der Praxis möchte ich das erläutern – die Lösung beginnt mit der richtigen Definition des Problems.

 

Wie definiere ich eigentlich das Problem?

Mit den Mitarbeitern unseres Hauses führte ich vor einiger Zeit eine Fortbildung zum Thema „Umgang mit schwierigen Patienten“ durch (der Titel stammte übrigens nicht von mir). Der Vorteil: Mit der Überschrift war das „Problem“ bereits benannt – die „schwierigen“ Patienten –, die Mitarbeiter waren über das Thema sofort orientiert. Der Nachteil bestand darin, dass der Titel zu einer eingeengten und voreingenommenen Sichtweise verführte.

 

Was macht denn die „Schwierigen“ schwierig? Ist es ihr Verhalten? Sind es ihre Persönlichkeitsmerkmale? Sind es die organisatorischen Abläufe und Rahmenbedingungen, die Patienten „problematisch“ werden lassen? Liegen die „Fehler“ in den Augen der Betrachter, sprich der Mitarbeiter? Oder gar im Verhalten der Mitarbeiter?

Um einen Teil der Antworten gleich vorwegzunehmen: Oft ist es eine Kombination aus mehreren Komponenten.

An diesem kurzen Beispiel zeigt sich schon, dass es gar nicht so einfach ist, mal eben das Problem zu benennen. 

 

Ist der Problemlöser das Problem?

Meine Arbeit in vielen Einzel- und Gruppenstunden hat mich gelehrt, dass die Teilnehmer oft sehr auf die schnelle Problemlösung fokussiert sind.

Um beim vorher genannten Beispiel zu bleiben, bedeutet das, dass die Teilnehmer sofort Tipps hören möchten, was sie aktiv und sichtbar tun können, um das Problem zu lösen – also, wie sie sich gegenüber dem „schwierigen“ Patienten verhalten sollen. Nicht selten setzen sich die „Problemlöser“ bei der Suche nach Lösungen selbst unter erheblichen inneren Druck, der kreatives und konstruktives Vorgehen allerdings eher behindert als befördert.

 

Sofort eine Lösung parat haben zu wollen, würde nämlich heißen, den 2. Schritt vor dem 1. Schritt zu machen. Um eine gute Lösung zu finden, muss erst einmal das Problem genau erfasst sein. Bei komplexeren Problemen – besonders wenn sie wiederholt auftreten – ist es in der Regel besser, erst einmal innerlich auf Abstand zu gehen. Man versucht, von einer distanzierte Warte aus die Situation mit ihren relevanten Teilaspekten zu analysieren und somit besser zu verstehen.

 

Auch ein Perspektivenwechsel kann dabei hilfreich sein: Die Werte und Bedürfnisse des „schwierigen“ Patienten können von denen der Betreuungsperson stark abweichen. Überträgt diese ihre Bedürfniskonstellation und ihr Wertesystem (zumindest teilweise) automatisch auf das Gegenüber, wird die Kommunikation oft problematisch.

In dem Beispiel „Umgang mit schwierigen Patienten“ fühlt sich der Patient dann zu Recht nicht verstanden oder nicht dort abgeholt, wo er steht. Deshalb reagiert er unwirsch oder abweisend. Die Betreuungsperson, die ja wirklich helfen will, fühlt sich unfreundlich behandelt oder gar zurückgewiesen. Diese Kränkung führt eventuell zu Ungeduld oder unfreundlichen Antworten, die wiederum den Kontakt zum Patienten erschweren … Der Teufelskreis ist perfekt.

Kurz: Um ein schwieriges Problem zu lösen bzw. zu entschärfen, ist eine distanzierte innere Haltung sehr dienlich. Man tritt einen Schritt zurück und betrachtet die Situation gewissermaßen von außen.

 

Problemlösung und Affektregulation

„Wer mich beleidigt, entscheide ich“, sagte schon der Schauspieler Klaus Kinski. Und ich möchte hinzufügen: wer oder was mich zornig, traurig, ungeduldig … macht, auch. Wir sind weder Computer noch Roboter und deshalb spielen bei der Problemlösung auch unsere Gefühle eine große, jedoch oft unterschätzte Rolle.

 

Das kommt vor allem bei großen Schwierigkeiten, die uns im Leben begegnen, zum Tragen. Unabhängig davon, ob es sich um kniffelige Entscheidungen, zwischenmenschliche Konflikte, „teure“ Fehler oder Ähnliches handelt: Hier kommen die Gefühle ins Spiel. Sie können den Lösungsprozess durchaus beflügeln, aber auch behindern oder gar lähmen.

Für den Problemlöser wäre es also sehr vorteilhaft, wenn er hemmende Emotionen wie Furcht, Ärger oder Trägheit auflösen könnte und umgekehrt fähig wäre, inspirierende und beflügelnde Gefühle selbst zu produzieren. Wenn ich ein starkes positives Bedürfnis empfinde, etwas zu tun, dann drängt es mich, in Aktion zu treten – wir nennen das Motivation.

 

Bleibt die Frage, ob und wenn ja, wie der Problemlöser seine Emotionen im gewünschten Sinne steuern kann. Der LangeWeg gibt darauf Antworten, denn er ist eine umfassende Methode zur Selbststeuerung und die Affektregulation ist eine ihrer tragenden Säulen. In einigen meiner Praxis-Artikel habe ich beschrieben, wie dies konkret funktioniert. 

 

Die methodische Problemlösung

Mein Tipp: Kreative und konstruktive Problemlösung funktioniert erfahrungsgemäß in einer Kleingruppe sehr gut. Wenn du dich für den methodischen Ablauf interessierst, liefern dir meine Kleingruppen-Regeln einen guten Ansatz dafür. Du kannst sie von dieser Seite downloaden: https://www.langeweg.de/kleingruppe/

 

Meine Tipps beziehen sich auf:

  1. die äußeren Rahmenbedingungen,
  2. die Art des zwischenmenschlichen Umgangs und
  3. die Lösungsstrategie.

Besonders unter 3. ist das methodische Vorgehen deutlich beschrieben.

Du kannst sie für jede Art der Problemlösung anwenden, nicht nur im Zusammenhang mit der Gruppenarbeit, sondern auch im beruflichen oder privaten Kontext. 

 

Noch besser: Problemen vorbeugen!

Die am einfachsten zu handhabenden Probleme sind solche, die erst gar nicht entstehen. An dieser Stelle ginge es also wieder um Punkt 2 im Beitrag der „Karrierebibel“: die Analyse der Ursachen.

Nach meiner Erfahrung agieren viele Menschen beim Versuch, Lösungen für ihre Schwierigkeiten zu finden, zu problemfokussiert.

 

Aber:

Langfristig ist die Arbeit an sich selbst der erfolgversprechendste Weg!

 

Der LangeWeg zeigt dir, wie du Schritt für Schritt die Voraussetzungen schaffst, um dich selbst zu steuern und deine Emotionen richtig einzuschätzen und einzusetzen – so entstehen weniger Probleme. Wann machst du dich auf den Weg zu einem problemfreieren Leben?

 

Über die Blog-Artikel kannst du mit anderen LangeWeg-Gehern und mit mir diskutieren.

Ich würde mich sehr freuen, mit dir ins Gespräch zu kommen!

  • Am einfachsten auf meiner Facebook-Seite: https://www.facebook.com/Der-LangeWeg-430480271031432
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Deine Meinung zu allen Themen und Artikeln im Blog interessiert mich sehr!

 

Ich freue mich, dich beim nächsten Artikel wieder als Leser begrüßen zu dürfen.

 

Geh beharrlich deinen Weg – meine besten Wünsche begleiten dich dabei

Herbert Lange

 

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