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6. Gesetz: Der Mensch wird durch kurzfristige Konsequenzen gelenkt

Selbstmanagement
Selbstwirksamkeit verbessern

Erinnerst du dich an den Newsletter vom 04.07.2020? Er beschäftigte sich mit der Corona-Krise aus der Perspektive des LangeWeges. Im Artikel ging ich der Frage nach, warum Politiker in der gegenwärtigen Krise durchaus zu raschen Reaktionen in der Lage sind, während sie bei der fortschreitenden – und meines Erachtens wesentlich gefährlicheren – Umweltzerstörung in fataler Weise träge reagieren.

An dieser Stelle kam das 6. Gesetz des LangeWeges ins Spiel: „Der Mensch wird durch kurzfristige Konsequenzen gelenkt.“

 

Der wellenförmige Verlauf der Pandemie zeichnete sich damals schon ab: Geringe Fallzahlen (im Sommer) führen zu Nachlässigkeiten und Lockerungen, die die Fallzahlen (zusammen mit dem kälteren Herbst und Winter) wieder steigen lassen. Die gestiegenen Fallzahlen führen dann wieder zu schärferen Regeln usw.

Das Hin und Her der Maßnahmen wird also stark von den kurzfristigen Konsequenzen und von den zeitnahen Lagebeurteilungen beeinflusst: „Dort, wo die Fallzahlen gering sind, brauchen wir andere Maßnahmen als dort, wo hohe Fallzahlen zu beklagen sind!“ – solche und ähnliche Äußerungen stehen für dieses kurzfristige Denken.

 

Dieser kurze Rückblick macht etwas deutlich: Beim genauen Hinsehen entdeckt man viele Parallelen zwischen gesellschaftlichen und individuellen Entwicklungen. Das gilt auch – oder ganz besonders – hinsichtlich des Geltungsbereichs des 6. Gesetzes. Nicht weiter verwunderlich, wenn man bedenkt, dass die Gesellschaft stets ein Spiegel der Einzelmenschen ist und umgekehrt. Beide Seiten beeinflussen sich wechselseitig. Gemeinsam ist ihnen: Ähnliche Denk-, Fühl- und Verhaltensmuster, auf Neudeutsch „Mindset“, produzieren immer wieder ähnliche Ergebnisse – das gilt für Individuen, Parteien, Organisationen, Betriebe, Vereine … sogar für ganze Staaten.

 

Eine gut funktionierende Gesellschaft ist demzufolge von gut funktionierenden Individuen abhängig. Unter „gutem Funktionieren“ versteht der LangeWeg jedoch keine stets zu optimierenden Anpassungen an kulturkonforme Anforderungen. Vielmehr ist hier gemeint, dass der Mensch für sich stimmig und gedeihlich funktioniere, nicht gemäß irgendwelcher von außen an ihn herangetragenen Anforderungen oder Erwartungen, welche an seinen Bedürfnissen vorbeigehen oder ihnen sogar entgegenstehen. Die Tatsache, dass jedes Individuum auch ein sozial eingebettetes Wesen ist, macht sich der LangeWeg zunutze, indem er eine Anleitung für ein kooperatives Wachstum anbietet. 

 

Mit dem 6. Gesetz zu mehr Selbstwirksamkeit

Auf zwei Arten kannst du mithilfe des LangeWeges deine Selbstwirksamkeit verbessern. Zum einen, indem du dich nicht automatisch von kurzfristigen angenehmen Konsequenzen deines Handelns steuern lässt. Klar wäre das oft bequemer – Sofa statt Sport, TV statt Lesen, sich durch unsinnigen Zeitvertreib ablenken lassen, statt sich auf etwas zu konzentrieren, was einen weiterbringt. Oder allgemeiner formuliert: am immer Gleichen, Gewohnten zu kleben, statt den Aufbruch zu neuen Ufern zu wagen …

 

Runter vom Sofa, weg von der Glotze, stattdessen Neues ausprobieren – das ist eher unbequem und produziert meist erst einmal ungute Gefühle.

Also entscheiden wir uns wofür? Die Antwort ist ziemlich klar, oder?

Für dich als LangeWeg-Geher in spe hoffentlich nicht.

 

Die Frage lautet: Wie also kannst du dich von deinen bequemen, aber dysfunktionalen Gewohnheiten verabschieden?

Mein Tipp: Begebe dich in die Vogelperspektive. Schau dir im Kontext deiner unvorteilhaften Gewohnheiten mit großem Abstand, wie ein Adler aus großer Höhe, deine übliche Art zu denken, zu fühlen und zu handeln an. Versuche dabei jegliche Bewertungen zu unterlassen, wie etwa: „Mist, warum habe ich Depp meine Abende in den letzten Jahren viel zu oft mit Bier auf dem Sofa vor der Glotze vergammelt.“ Stelle einfach ganz sachlich den Ist-Zustand fest.

 

Nachdem du dir über deine Denk-, Fühl- und Handlungsmuster aus der Adlerperspektive einen Überblick verschafft hast, überlege dir, welche deiner Gewohnheiten du künftig durch vorteilhaftere ersetzen möchtest. Hilfreich ist es, dazu auch den Selbsttest auszufüllen, den du auf meiner Website findest. Er kann dir Aufschluss darüber geben, warum du an bestimmten dysfunktionalen Mustern hängen bleibst. Anschließend kannst du sie mit Unterstützung des LangeWeges lösen oder abschwächen. Ebenso kann dir der LangeWeg dabei helfen, deine neuen und vorteilhafteren Gewohnheiten zu identifizieren und fest zu verankern.

 

Den inneren Schweinehund überwinden              – wie du das 6. Gesetz zu deinem Vorteil nutzen kannst

Nachdem du nun weißt, wie du deine wenig dienlichen Muster erkennen und lösen kannst und dir auch die anzustrebenden Gewohnheiten klar geworden sind, schreitest du zur Tat.

Und bei der Umsetzung wirst du mit Sicherheit einem bekannten Tierchen begegnen: deinem inneren Schweinehund! Wie du den Schlawiner austricksen kannst? In meinem Artikel vom 28.08.2020 habe ich den Umgang mit dem inneren Schweinehund bereits beschrieben. Dabei empfehle ich die Imagination sensorischer Eindrücke (ISE), um beispielsweise Beharrlichkeit bei der Umsetzung der neuen Gewohnheiten zu imaginieren.

 

ISE kannst du auch im Sinne des 6. Gesetzes nutzen. Ein Beispiel aus meinem Leben: Ich jogge meist dreimal die Woche. Keineswegs habe ich immer Lust dazu. Dann flüstert mir mein persönlicher Schweini ins Ohr: „Oooooch nöööh, heute nicht! Vielleicht wird es noch regnen, dann vermatscht der Boden und du wirst schmutzig, nass wirst du auch noch … Bei Wind und Nässe könntest du eine Mittelohrentzündung bekommen … nein, nein, nein – übermorgen ist auch noch ein Tag!“

Nun, wer kennt ihn nicht, den Schweinehund?!

 

In solchen Situationen ist ISE sehr hilfreich, nur imaginiere ich in diesem Zusammenhang nicht Beharrlichkeit, sondern etwas anderes. Meine Erfahrungen lehrten mich, dass ich mich nach dem Laufen immer sehr gut fühle – frisch, energiegeladen, dennoch relaxt …

Und genau dieses Gefühl versuche ich mir immer dann, wenn Schweini mir die Tour vermasseln will, vor dem Joggen vorzustellen. Ich hole mir also ein bekanntes Gefühl aus der Vergangenheit in die Gegenwart – durch Erinnerung und fokussierte Vorstellungskraft. Und diese Imagination gibt mir genügend emotionalen Schub, um meinen inneren Schweinehund aus dem Rennen zu kegeln.

 

Dieses Beispiel zeigt, wie du dir deine kurzfristigen positiven Konsequenzen selbst herstellen kannst. Du stehst kurz davor, etwas umzusetzen (z. B. joggen), und imaginierst dir bekannte positive Gefühle, die dann deine aktuelle Umsetzungsabsicht förderlich und gezielt begleiten.

Denke stets daran, dass deine positiven Erfahrungen bereits in deinem Langzeit- und Körpergedächtnis abgespeichert sind. Deine Aufgabe besteht darin, sie in von dir ausgewählten Situationen mittels Kopfkino wieder wachzurufen. 

 

Der LangeWeg-Blog geht neue Wege

Nachdem ich ausgiebig in den Praxis- und Basic-Artikeln beschrieben habe, wie der LangeWeg funktioniert und wie er angewandt wird, möchte ich nun im Blog einen neuen Weg einschlagen. Künftig stelle ich dir aktuelle Themen vor, die sich in der Welt ereignen oder die in der Öffentlichkeit diskutiert werden – und zwar aus der Perspektive des LangeWeges.

 

Mögliche Inhalte sind beispielsweise …

… gesellschaftliche Entwicklungen oder Ereignisse und/oder wie diese medial           transportiert werden.

… Videos von Personen, die etwas Interessantes mitzuteilen haben.

… Filme mit LangeWeg-relevanten Themen oder Akteuren.

 

Diese Beiträge oder Entwicklungen werde ich für dich zusammenfassen und dir ggf. einen Link zum Original-Beitrag anbieten. Im Anschluss kommentiere ich den jeweiligen Beitrag aus dem Blickwinkel des LangeWeges.

 

Über die Blog-Artikel kannst du mit anderen LangeWeg-Gehern und mit mir diskutieren.

Ich würde mich sehr freuen, mit dir ins Gespräch zu kommen!

  • Am einfachsten auf meiner Facebook-Seite: https://www.facebook.com/Der-LangeWeg-430480271031432
    (Eine Anmeldung bei Facebook geht schnell, einfach und ist kostenlos. Mit Angaben zu deiner Person kannst du äußerst sparsam sein und dich auch jederzeit wieder abmelden.)
  • Nach wie vor kannst du aber natürlich auch die Kommentarfunktion unterhalb der Artikel nutzen.
  • Wenn du gerne mitdiskutieren möchtest, kannst du mir außerdem einfach eine E-Mail schicken: info@langeweg.de

Deine Meinung zu allen Themen und Artikeln im Blog interessiert mich sehr!

 

Ich freue mich, dich beim nächsten Artikel wieder als Leser begrüßen zu dürfen.

 

Geh beharrlich deinen Weg – meine besten Wünsche begleiten dich dabei

Herbert Lange

 

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