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4. Gesetz: Übernimm die volle Verantwortung für dein Leben

Selbstverantwortung
Eigenverantwortung übernehmen

Kurze Info für Neulinge!

Der Blog besteht aus zwei Rubriken:

 

LangeWeg-Basics: Für jene Leser, die den LangeWeg noch nicht kennen. Hier präsentiere und erkläre ich die wichtigsten Bausteine des Weges.

 

LangeWeg-in-der-Praxis: Für Leser, die den Weg bereits kennen.

Anhand konkreter Beispiele geht es hier um die praktische Umsetzung des LangeWeges. Hier werden Menschen vorgestellt, die ein Problem lösen, bestimmte Schwierigkeiten angehen oder die bestimmte Ziele anstreben möchten.

 

Die Namen sind frei erfunden, die Geschichten sind fiktiv, aber keineswegs ohne Realitätsbezug. Was ich hier in abgewandelter Form beschreibe, habe ich während meiner langen Beraterlaufbahn häufig ähnlich erzählt bekommen. Gemeinsamkeiten mit lebenden Personen sind zufällig und nicht beabsichtigt.

 

Mit einem Basic-Thema möchte ich heute meinen Blog fortsetzen.

 

4. Gesetz: Übernimm die volle Verantwortung für dein Leben

Mal angenommen, jemand behandelt dich schlecht. Vielleicht deine Chefin, dein Kollege, deine Schwiegermutter, dein Nachbar, ein Kunde, eine Patientin …

Du fühlst dich ungerecht behandelt, weil du dir nichts hast zuschulden kommen lassen. Ja, mehr noch: Du fühlst dich richtig mies. Und wütend bist du auch noch.

 

Wer ist also für deine negativen Gedanken und Gefühle verantwortlich? Natürlich die Schwiegermutter! Selbstverständlich der Kollege! Die sind doch unverschämt, ungerecht, rücksichtslos ... An mir liegt es bestimmt nicht!

Die sind die Täter und ich bin das Opfer!

 

Wenn du in manchen Situationen so oder ähnlich reagierst, ist dies menschlich verständlich und sicher oft gut nachvollziehbar. Aber ist eine solche Reaktion für dich nützlich? Gut, die eine oder andere Unmutsbezeugung anderen gegenüber führt gelegentlich schon zum gewünschten Ergebnis – aber keineswegs immer. Außerdem kannst du andere Menschen nicht umerziehen, was bedeutet, dass sie vielleicht kurzfristig das erhoffte Verhalten zeigen, aber danach wieder in ihre alten Muster zurückfallen und alles ist wieder beim Alten. Was also tun?

 

Übernimm die volle Eigenverantwortung für dein Leben!

Muss diese Botschaft auch hier – gefühlt zum tausendsten Mal – verkündet werden? Diese Message predigen ja fast alle Ratgeber! Außerdem ist der Appell doch ziemlich trivial. „Natürlich muss ich jeden Tag Verantwortung für mein Leben übernehmen – wer soll es denn sonst tun?“, magst du vielleicht denken.

Stimmt, aber richtig und wichtig bleibt die Botschaft trotzdem!

 

Kehren wir zum vorherigen Beispiel zurück: Jemand behandelt dich schlecht. Wenn du diesem „Jemand“ selten begegnest, dann schadet es vielleicht nicht, auch mal zu schimpfen. Hast du aber mit einer Person über einen längeren Zeitraum immer wieder Konflikte, fühlst du dich von ihr schlecht behandelt oder genervt und du kannst an der Situationen kaum etwas verändern, dann rate ich dir – aus Gründen des Selbstschutzes – unbedingt, bewusst die Verantwortung für dein Denken, Fühlen und für dein Verhalten zu übernehmen. Damit andere Menschen keine oder weniger Macht auf dein Erleben und dein Wohlbefinden ausüben können.

Wie das funktioniert und wie du es mithilfe des LangeWeges vorteilhaft für dich nutzen kannst, beschreibe ich in meinen Praxis-Artikeln. 

 

Eigenverantwortung anders definiert

Bezüglich der Selbstverantwortung hat der LangeWeg ein eigenes Verständnis. An drei Punkten möchte ich das festmachen:

 

  1. Übernimm Verantwortung für alles, was dich betrifft und was du beeinflussen kannst – für dein Denken, Fühlen und Handeln. Nur so kannst du gestaltend auf dein Leben einwirken. Eigenverantwortung ist der Schlüssel zu deiner Freiheit. LangeWeg-Geher tun dies in einer Konsequenz, die vielen wohl eher fremd ist. Zugegeben, das ist manchmal mühsam und erfordert auch eine Menge Mut – aber es lohnt sich! Umgekehrt macht dich die Ablehnung von Eigenverantwortung abhängig und unfrei. Sie entfremdet dich überdies von dir selbst!

  2. Normalerweise wird die Übernahme von Eigenverantwortung in einem rein individualistischen Sinne verstanden – sie betrifft also Gedanken, Gefühle und Verhaltensweisen, die ausschließlich deine eigenen Belange als Einzelperson betreffen.
    Fast alle Ratgeber (eigentlich kenne ich keine Ausnahme) empfehlen ihren Lesern, „stark“ zu sein, um ein besseres, freieres oder schöneres Leben zu führen – und vernachlässigen dabei eine wichtige Erkenntnis:

    Der Mensch ist keine Insel.

    Der LangeWeg hingegen vertritt die Philosophie des menschlichen „Eingebettet-Seins“. Jede(r) ist verbunden – mit verschiedenen Umwelten, besonders mit der kulturellen, ökonomischen und ökologischen Umwelt.
    Das gilt auch für dich, ob du das willst oder nicht. Dein Arbeitsplatz beispielsweise kann ein wichtiger Umweltaspekt deines Lebens sein.
    Die Umwelten beeinflussen dich und du beeinflusst die Umwelten – mal mehr, mal weniger. Eine Konsequenz daraus kann sein, dass du als LangeWeg-Geher ganz bewusst genau den Job wählst, den du wirklich gerne ausüben möchtest.

    Für den LangeWeg-Geher folgt daraus, Verantwortung nicht nur egozentrisch für sich zu übernehmen, sondern auch für sein „Eingebettet-Sein“. Die Übernahme von Eigenverantwortung geht für ihn über die Grenzen des Ichs hinaus – weil er sich verbunden weiß und fühlt. Einzelmenschen und Umwelten bilden eine Einheit. Die Motivation für diese Sichtweise ist nicht nur ethisch begründet, sondern auch logisch-praktisch. (Das 16. Gesetz des LangeWeges geht auf diesen Aspekt näher ein.) Viele Probleme, die wir heute in unserer individualistisch geprägten Welt beklagen, hängen damit zusammen, dass dem Einzelmenschen die Einsicht, aber auch das Gefühl für sein „Eingebettet-Sein“ verloren gegangen ist.

  3. Aus Punkt 2 folgt für dich als LangeWeg-Beschreiter eine wichtige praktische Konsequenz: Du übernimmst die Verantwortung für dein persönliches „Eingebettet-Sein“. Du kannst die Politik und die Gesellschaft in der Regel nicht nennenswert verändern. Dafür hast du jedoch die Möglichkeit, deine ganz persönlichen „Umwelten“ zu wählen und zu gestalten. Das bedeutet, dass du dir beispielsweise deine Weggefährten aussuchen kannst, mit denen du kooperieren möchtest. Vielleicht streben diese durchaus andere Ziele an als du, wenn aber auch sie den LangeWeg gehen, sprechen alle dieselbe Sprache. Im klassischen Sinne kannst du darüber hinaus Selbstverantwortung übernehmen, indem du deine Selbstlenkung verbesserst, was wiederum deine Selbstwirksamkeit stärkt. Und du kannst damit auch deine ganze Persönlichkeit weiterentwickeln – jedoch nicht isoliert für dich, sondern in Verbundenheit und Kooperation mit anderen. Der LangeWeg liefert dafür eine Anleitung.

Paula – Auweia, mir läuft die Zeit davon!

Paula ist sich ihrer Bedürfnisse und Herzenswünsche durchaus bewusst.

Seit Langem möchte sie dies und jenes in die Tat umsetzen. Aber fast immer kam bisher irgendetwas dazwischen, was ihre Absichten durchkreuzte und so verschob sie ihre Vorhaben stets auf morgen und dann auf übermorgen ...

 

Inzwischen ist sie fünfzig und wegen ihrer chronischen Verschieberitis hat sie vieles nicht auf die Reihe bekommen, was ihr wichtig ist. Das frustriert sie.

Zumal die Lebensuhr – nach ihrem Gefühl –schneller tickt, je älter sie wird.

Zwar kann sie die Uhr nicht mehr zurückdrehen, aber was ist ihr jetzt möglich?

 

Damit beschäftigt sich der nächste Praxis-Artikel am 23.10.2020.

 

Ich freue mich, dich dann wieder als Leser begrüßen zu dürfen.

 

Geh beharrlich deinen Weg – meine besten Wünsche begleiten dich dabei

Herbert Lange

 

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