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3. Gesetz: Das Gesetz von den beiden Widerständen

Selbstsabotage-Programme
Selbstsabotage

Kurze Info für Neulinge!

Der Blog besteht aus zwei Rubriken:

 

LangeWeg-Basics: Für jene Leser, die den LangeWeg noch nicht kennen. Hier präsentiere und erkläre ich die wichtigsten Bausteine des Weges.

 

LangeWeg-in-der-Praxis: Für Leser, die den Weg bereits kennen.

Anhand konkreter Beispiele geht es hier um die praktische Umsetzung des LangeWeges. Hier werden Menschen vorgestellt, die ein Problem lösen, bestimmte Schwierigkeiten angehen oder die bestimmte Ziele anstreben möchten.

 

Die Namen sind frei erfunden, die Geschichten sind fiktiv, aber keineswegs ohne Realitätsbezug. Was ich hier in abgewandelter Form beschreibe, habe ich während meiner langen Beraterlaufbahn häufig ähnlich erzählt bekommen. Gemeinsamkeiten mit lebenden Personen sind zufällig und nicht beabsichtigt.

 

Mit einem Basic-Thema möchte ich heute meinen Blog fortsetzen.

 

3. Gesetz: Das Gesetz von den beiden Widerständen

Stell dir vor, du möchtest ein bestimmtes persönliches Ziel verfolgen. Vielleicht wünschst du dir, bestimmten Leuten gegenüber öfter Nein zu sagen. Oder du möchtest – wie Isabelle in meinem letzten Blog-Artikel – ein paar überflüssige Kilos loswerden. Oder du nimmst dir vor, dich von Personen in deinem Umfeld nicht mehr kränken oder nerven zu lassen …

 

Wenn du solche oder ähnliche Veränderungsabsichten umsetzen möchtest, dann wirst du möglicherweise mit zwei Arten von Widerständen Bekanntschaft machen:

 

Widerstände, die deinen Entwicklungsweg behindern wollen.

 

Der LangeWeg unterscheidet zwischen „äußeren“ und „inneren“ Widerständen. Beide bezeichne ich als Selbstsabotage-Programme, da sie genau das tun – deine Entwicklung sabotieren!

 

Äußerer Widerstand – als Selbstsabotage-Programm

Menschen, die beispielsweise gewohnt sind, dass du meistens Ja sagst, wenn sie dich um etwas bitten, werden irritiert sein, wenn du diese Gewohnheit plötzlich ablegst. Sie haben in der Vergangenheit von dir als „Ja-Sager“ profitiert und wollen dies auch in Zukunft tun. Also versuchen sie, dir zu vermitteln, dass mit dir etwas nicht stimmt, wenn du plötzlich nicht mehr bereitwillig alles übernimmst, was sie dir aufhalsen wollen. Manchmal tun sie das offen und direkt, oft aber auch subtil. Das Ziel ist das gleiche: Sie wollen dich emotional verunsichern, damit du wieder in deine alte Gewohnheit zurückfällst.

 

Vielleicht fragst du dich: Was hat denn ein äußerer Widerstand mit Selbstsabotage zu tun?

Oft sehr viel:

 

Der äußere Widerstand wird dann zum Selbstsabotage-Programm,

wenn du dich von ihm beeinflussen lässt.

 

Genauer, wenn er dir ein schlechtes Gewissen macht und du dich durch ihn schlecht oder egoistisch oder einfach nicht hilfsbereit genug fühlst. Doch wer sagt denn, dass du ein schlechtes Gewissen haben musst, nur weil du hie und da mal einen Wunsch abschlägst? Wer sagt denn, dass du für jede(n) stets zur Verfügung stehen musst? Gibt es jemanden, der dir einredet, dass du jeden Ball zu fangen hast, der in deine Richtung geworfen wird?

Meist hat das sogenannte „schlechte Gewissen“ eine bestimmte Entstehungsgeschichte, die du vielleicht sogar kennst. Die Kenntnis der Geschichte allein nützt dir jedoch oft nichts, um das ungute und blockierende Gefühl loszuwerden. Die Frage ist, wie du in der Zukunft damit umgehen willst.

 

Um einem möglichen Missverständnis vorzubeugen: Natürlich gibt es Situationen, in denen das Nein-Sagen einfach nicht ratsam ist – auch wenn dir danach sein mag. Wenn etwa dein Chef dir berechtigterweise eine Aufgabe zuteilt, dann kannst du in der Regel schlecht mit einem schnöden „Nö“ antworten. Wenn du lernen möchtest, öfter Nein zu sagen – und bei manch anderen Veränderungsabsichten auch – geht es nicht um Prinzipienreiterei. Vielmehr geht es darum, deine innere Freiheit zu vergrößern. Sie wächst dann, wenn es dir gelingt, hinderliche Emotionen und Gedanken (z.B. ein schlechtes Gewissen) aufzulösen. Je besser du dich von Gefühlen lösen kannst, die deine Entwicklung bremsen, desto besser kannst du wählen, wie du dich in bestimmten Situationen verhalten möchtest. Stehst du hingegen unter großem emotionalem Druck, dann schränkt dies deine Wahlmöglichkeit und damit deine innere Freiheit deutlich ein.

 

Äußere Widerstände sind also sichtbare und hörbare Äußerungen deiner Mitmenschen, die wollen, dass du so bleibst, wie du bist. Allerdings nicht, weil sie es gut mit dir meinen, sondern weil sie weiterhin von dir profitieren wollen. Damit äußere Widerstände ihre Wirkungen entfalten können, brauchen sie in dir eine Resonanzfläche – die inneren Widerstände. 

 

Innerer Widerstand – als Selbstsabotage-Programm

Wie es der Name schon sagt, hier braut sich etwas in dir zusammen, wenn du eine bestimmte Veränderung umsetzen möchtest. Ein inneres negatives Brodeln, das dich ausbremsen soll. Automatisch stellt sich nun die Frage, wie du diese inneren Widerstände löschen oder abschwächen kannst.

Die Psychologen setzen hier meist bei deinen Gedanken, genauer bei deinen Grundüberzeugungen an. Beispielsweise: „Ich bin auf der Welt, um die Erwartungen anderer möglichst zu erfüllen“ oder „Ich bin ein graues Mäuschen, das sich immer anpasst und dessen Wünsche und Bedürfnisse nicht so wichtig sind“.

Solche dysfunktionalen Grundüberzeugungen können beispielsweise dadurch erschüttert werden, indem man sie infrage stellt: „Wer sagt denn, dass du für jede(n) stets zur Verfügung stehen musst?“, „Wer bestimmt, dass du eine graue Maus bist und dass du dich anpassen sollst?“ Solche Fragen sind eine Möglichkeit, den inneren Widerstand zu schwächen.

 

Selbstsabotage-Programme erkennen und lösen

Wie ein Mensch eine bestimmte Situation erlebt, wird sowohl von kognitiven

(= gedanklichen) als auch von emotionalen und von verkörperlichten Aspekten gesteuert. Alle drei Bestandteile sind neuronal miteinander verwoben.

Wenn du dich entwickeln oder verändern möchtest, kannst du grundsätzlich an allen drei Aspekten ansetzen – beim Erkennen und Lösen von Selbstsabotage-Programmen.

 

Der LangeWeg setzt für die Identifikation von Selbstsabotage-Programmen Achtsamkeit und den LangeWeg-Test ein. Für das Lösen der unvorteilhaften Programme arbeitet er schwerpunktmäßig mit dem „Kopfkino“, das heißt mit Imaginationen. Durch Imaginationen kannst du deine Gefühlswelt und die verkörperlichten Anteile deiner Selbstsabotage-Muster sehr direkt und ausgesprochen wirksam erreichen. Wie das geht, beschreibe ich in meinem Buch „Wer nix checkt, kann nix ändern!“ genauer, z.B. mit der „Kopfkino-Übung“.

 

Kämpfe nicht gegen deine Widerstände an!

Das wäre ein weiteres Selbstsabotage-Programm. Was? Wie? Nicht kämpfen? Wie soll ich die Widerstände sonst loswerden? Soll ich etwa resignieren und aufgeben?

Ganz sicher nicht – aber es geht auch anders. Stell dir bitte einen Menschen vor, der um einen Gefallen gebeten wird und darauf ganz selbstverständlich, unaufgeregt und entspannt Nein sagt.

Wie sieht das in deiner Vorstellung aus – muss dieser Mensch mit sich oder gegen den anderen kämpfen?

Denke stets daran, der Kampf erweckt sehr häufig Gegenkräfte. Er stärkt sowohl den inneren als auch den äußeren Widerstand. Die gute Nachricht: Du brauchst nicht zu kämpfen, wenn du konsequent und entschlossen deinen Weg gehst.

Der LangeWeg unterstützt dich dabei, Schritt für Schritt.

 

Siegmund – „Keiner mag mich, obwohl ich ein toller Hecht bin“

Siegmund fühlt sich isoliert und einsam. Er versteht einfach nicht, warum es ihm meist nicht gelingt, gedeihliche Beziehungen aufzubauen – obwohl er doch einiges zu bieten hat.

 

Im nächsten Praxis-Artikel am 25.09.2020 beschreibe ich, wie Siegmund mit dem LangeWeg, tragfähige Brücken zu anderen Menschen bauen kann.

 

Ich freue mich, dich dann wieder als Leser begrüßen zu dürfen.

 

Geh beharrlich deinen Weg – meine besten Wünsche begleiten dich dabei

Herbert Lange

 

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