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„In der Krise müssen wir doch zusammenhalten!“

 

Diesen Satz hast du in den vergangenen Monaten sicher öfter gehört. Wahrscheinlich kannst du ihm auch zustimmen.

Aber brauchen wir eine Krise, um zusammenzuhalten?

Ich glaube, es lohnt sich, an dieser Frage gedanklich ein wenig hängenzubleiben.

 

Die ersten Assoziationen, die einem beim Lesen der Überschrift einfallen mögen, lauten vielleicht: „Not schweißt halt zusammen“, „Ein gemeinsamer Feind verbindet“ o. Ä.

Die Wurzeln für den Zusammenhalt in einer Gruppe liegen genau genommen in der Steinzeit. Nur gemeinschaftliches Handeln sicherte seinerzeit das Überleben: Nahrungsbeschaffung, Fortpflanzung, Nähe, Wärme und Behausung. Außerdem mussten sich die Jäger und Sammler vor allerlei gefährlichen Feinden schützen – das ging nur im Verbund.

 

Und heute? Es gibt zwar keine Mammuts und keine Säbelzahntiger mehr, dafür jedoch ganz andere Bedrohungen, die für die ganze Menschheit wesentlich gefährlicher sind. Ich denke dabei nicht nur an Corona, obschon die Bedrohung durch das Virus keineswegs ungefährlich ist.

 

Nein, der Mensch ist für sich selbst die größte Bedrohung. Neben der fortschreitenden Naturzerstörung gibt es noch weitere tickende Zeitbomben.

Zu den Gründen für diese destruktive Entwicklung könnte man leicht ein dickes Buch schreiben. Heute möchte ich ein paar Gedanken dazu mit dir teilen.

 

Die Menschheit hat einen langen Entwicklungsweg hinter sich, der sie stark prägte. Aktuell hat die Gemeinschaft allerdings in vielen Kulturen eher die Funktion, einen Rahmen zur Verfügung zu stellen – eine Spielwiese, auf der sich der Einzelne „frei“, also autonom und gemäß seinen individuellen Bedürfnissen tummeln kann. Individualität ist das Schlüsselwort im Hinblick auf Freiheit geworden. Gemeinschaftliches und kooperatives Denken, Handeln und Fühlen rücken dagegen zunehmend in den Hintergrund.

 

Gemeinsam agiert man am ehesten noch dann, wenn man glaubt, sich gegen irgendjemanden oder gegen irgendetwas zur Wehr setzen zu müssen. Ansonsten dominiert doch eher das egozentrische, das sich gegen andere abgrenzende und auf den eigenen Vorteil bedachte Gebaren, das in seiner Extremform auch narzisstische Züge hat. Diese Haltung stellt nicht selten das geistige Fundament der hoch gehandelten „Freiheit“ dar. Doch ist das wirklich der Königsweg zu einem glücklichen Leben oder doch langfristig eher der gemeinsame Absturz?

 

Ein Grund für letztere Annahme sind die vielen existenzbedrohenden Gefahren – für den Einzelnen ebenso wie für die gesamte Menschheit –, die von der Gemeinschaft verursacht werden und nur gemeinsam und kooperativ gelöst werden können.

 

Der LangeWeg steht deshalb für eine andere Philosophie, nämlich für einen identitätsstiftenden Pragmatismus, der ethisch verankert sein muss. Im letzten Newsletter, welcher sich mit der Corona-Pandemie aus der Perspektive des LangeWeges beschäftigte, sprach ich bereits davon.

 

Dieser Weg fördert in dir die Fähigkeiten zur wirksamen Selbstlenkung mit dem Ziel, die eigene Selbstwirksamkeit zu erhöhen. Auch wenn es zunächst wie ein Widerspruch klingt: Das gelingt dir noch wesentlich effektiver, wenn du ihn gemeinsam und kooperativ mit anderen beschreitest. Dafür braucht es weder Krisen noch Notsituationen, sondern lediglich die klare Entscheidung dafür.

Wenn du dich mithilfe des LangeWeges weiterentwickelst, trägst du letztlich auch dazu bei, dass Krisen – persönliche und weiterreichende – möglichst gar nicht erst entstehen. 

 

Wie du deine Selbstwirksamkeit erhöhst

Indem du die weitverbreitete Einzelkämpfer-Mentalität hinter dir lässt, gelangst du also zu mehr Selbstwirksamkeit. Doch sich davon zu befreien, ist wahrlich nicht einfach, schon deshalb nicht, weil wir von Kindesbeinen an genau darauf getrimmt werden. Nehmen wir nur einmal die Leistungsbewertung – etwa durch Schulnoten. Sie dient dazu, die Schüler früh zu selektieren. Wer gute oder noch besser sehr gute Noten hat, ergattert im Haifischbecken die größten Fleischbrocken, sprich, die besten Lehrstellen und Studienplätze.

Die mitkonkurrierenden anderen Einzelkämpfer werden dabei aus dem Weg geräumt. Diese dürfen sich dann mit dem begnügen, was übrig bleibt.

 

Deshalb lautet die Botschaft des Mainstreams:

 

Du musst stark sein!

 

Zumindest, wenn du auf der Sonnen- und Gewinnerseite

des Lebens stehen willst.

 

Aber macht das glücklich, zufrieden und gesund? Oder erfolgreich? Ich behaupte ganz klar: nein. Am ehesten wohl noch erfolgreich, aber dann sollte die Frage erlaubt sein, was man unter „erfolgreich sein“ eigentlich versteht. Heißt das, Besitz anzuhäufen – ein Haus, einen SUV, ein immer praller werdendes Portemonnaie? Und welchen Preis sind wir bereit, dafür zu bezahlen?

 

Du erhöhst deine Selbstwirksamkeit durch Kooperation mit anderen

Glaubt man den meisten psychologischen Ratgebern, ist die Selbstwirksamkeit allein die Angelegenheit und die Aufgabe des Individuums. Zwar betonen viele völlig zu Recht, wie wichtig die soziale Verbundenheit für die seelische Gesundheit ist – und greifen damit dennoch viel zu kurz!

 

Nach ihrer Anschauung bilden Freundschaften und wertvolle Beziehungen eine Art emotionales Auffangbecken, ein gesundes Gegengewicht zum stressigen Beruf oder zum belastenden Alltag. Wer hier kräftig malträtiert wird, der kann dann wenigstens bei seinen Lieben wieder auftanken – um anschließend im Job wieder energiegeladen weiterzustrampeln. „Work-Life-Balance“ ist in diesem Kontext das geläufige Schlagwort.

 

Viele Menschen gerade in der westlichen Kultur, die sich als Persönlichkeit entfalten möchten, gehen dieses Vorhaben allein an, beispielsweise, indem sie Selbsthilfebücher lesen. Sie möchten sich ungern anderen Menschen gegenüber wirklich öffnen und sich auch nicht gegenseitig unterstützen.

Aber genau dafür möchte ich werben. Weil ich weiß, dass deine gedeihliche persönliche Entwicklung dadurch viel besser funktionieren kann. Probiere es aus und lass dich durch deine Erfahrungen davon überzeugen.

 

Denn gute Freundschaften und wertvolle Beziehungen sind nicht nur für deine Gesundheit förderlich. Sie ermöglichen dir weit mehr, besonders dann, wenn du mit ausgewählten Weggefährten unterwegs bist. Der LangeWeg bietet dir dafür die folgende Option.

 

Wenn ihr euch gemeinsam auf den Weg macht, können sich eure Ziele durchaus unterscheiden, aber ihr habt ein gemeinsames Konzept, um eure Wunschziele zu verfolgen. Euch verbindet, dass ihr euch mit dem LangeWeg identifizieren könnt und weil ihr ihn kennt, sprecht ihr eine gemeinsame Sprache – das macht vieles einfacher.

 

Eure Ziele können also verschieden sein, der Weg eint euch jedoch.

 

Der LangeWeg fördert das kooperative Denken, Handeln und Fühlen durch ein verbindendes Konzept. Gemeinsam werdet ihr eure Ziele in der Regel schneller und umfassender erreichen. Außerdem macht´s gemeinsam einfach mehr Freude.

 

Wenn du den LangeWeg schon besser kennengelernt hast und ihn auch weitergehen möchtest, dann empfehle ich dir, eine LangeWeg-Kleingruppe zu gründen. Damit die Gruppe gut funktioniert, habe ich ein paar Regeln formuliert, die du hier kostenfrei downloaden kannst.

 

Wenn du wissen möchtest, wie die wirksame Selbstlenkung bzw. Selbstwirksamkeit mit dem LangeWeg im Alltag konkret funktioniert, dann lese meine Praxis-Artikel.

 

Isabelle möchte ihren inneren Schweinehund besiegen

Den inneren Schweinehund, wer kennt ihn nicht? Er ist einfach weltmeisterlich darin, einem die Tour zu vermasseln. Aber wie kannst du ihn bändigen?

Indem du ihn weniger fütterst?

 

Am Beispiel von Isabelle möchte ich dir im nächsten Praxis-Artikel am 28.08.2020 zeigen, wie du den Schweinehund im Zaum halten kannst.

 

Ich freue mich, dich dann wieder als Leser begrüßen zu dürfen.

 

Geh beharrlich deinen Weg – meine besten Wünsche begleiten dich dabei

Herbert Lange

 

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