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Die „Grundgesetze“ beachten – Einführung

Kurze Info für Neulinge!

Der Blog besteht aus drei Rubriken:

 

LangeWeg-Basics: Für jene Leser, die den LangeWeg noch nicht kennen. Hier präsentiere und erkläre ich die wichtigsten Bausteine des Weges.

 

LangeWeg-in-der-Praxis: Für Leser, die den Weg bereits kennen.

Anhand konkreter Beispiele geht es hier um die praktische Umsetzung des LangeWeges. Hier werden Menschen vorgestellt, die ein Problem lösen, bestimmte Schwierigkeiten angehen oder die bestimmte Ziele anstreben möchten.

 

Die Namen sind frei erfunden, die Geschichten sind fiktiv, aber keineswegs ohne Realitätsbezug. Was ich hier in abgewandelter Form beschreibe, habe ich während meiner langen Beraterlaufbahn häufig ähnlich erzählt bekommen. Gemeinsamkeiten mit lebenden Personen sind zufällig und nicht beabsichtigt. 

 

LangeWeg-Nähkästchen: Hier berichte ich darüber, was „hinter den Kulissen“ abläuft und was es Neues beim LangeWeg gibt.

 

Mit einem Basic-Thema möchte ich heute meinen Blog fortsetzen.

 

Die „Grundgesetze“ beachten – Einführung

Einer der Hauptbestandteile des LangeWeges ist „der Aufbau spezieller Kompetenzen“. Hierbei geht es hauptsächlich um das Thema Selbststeuerung, also um die Frage, wie du dich selbst vorteilhaft lenken kannst – um schwierige Situationen zu meistern, um bestimmte Ziele zu erreichen und um in deiner Persönlichkeit zu wachsen. Die Kompetenzen zur wirksamen Selbstlenkung bilden also die Grundlagen des LangeWeges.

 

Die Grundgesetze als weitere wichtige Säule des Weges stehen für etwas anderes. Sie beschreiben ganz bestimmte Regeln des psychischen und des zwischenmenschlichen Funktionierens. Wenn du diese Regeln kennst, kannst du einige ganz unterschiedliche Verhaltensweisen und Reaktionen sowohl von dir selbst als auch von deinen Mitmenschen besser verstehen. Du verbesserst mit ihnen deine Orientierung in der Welt. Noch mehr: Wenn du verstehst, wie Menschen ticken, dann kannst du bestimmte Entwicklungen sogar recht gut antizipieren, das heißt geistig vorwegnehmen. Das wiederum versetzt dich viel besser in der Lage, bereits vorab die Situation einzuschätzen und anschließend die richtigen Schlussfolgerungen zu ziehen.

 

Beispielsweise lautet das 5. Gesetz des LangeWeges: Gestalte vorausschauend! Viele Menschen halten von dieser Empfehlung allerdings wenig, da sie sich eher von dem leiten lassen, was im 6. Gesetz des LangeWeges aufgegriffen wird:

Sie lassen sich vornehmlich von kurzfristigen Konsequenzen leiten.

 

Faul vor dem Fernseher zu liegen und dabei allerlei Leckereien in sich hineinzustopfen, kann beispielsweise kurzfristig angenehme Emotionen hervorrufen. Dass dieses Verhalten als Dauerveranstaltung in der Regel schädliche Konsequenzen hat, brauche ich hier nicht weiter auszuführen.

 

Obwohl also der Mensch als vernunftbegabtes Wesen gilt, lässt er sich gerne von Gewohnheiten lenken, die kurzfristig positive Gefühle bescheren oder negative Emotionen verscheuchen – häufig jedoch mit unerwünschten Langzeitfolgen.

Wenn du den LangeWeg beschreiten möchtest, dann solltest du diesen Fehler nicht begehen!

 

Der LangeWeg-Geher strebt an, sein eigenes Verhalten und das anderer Menschen zu verstehen. Wenn ihm das gelingt, kann er die innere oder äußere Entwicklung einer bestimmten Situation durch das Verständnis der dahinterliegenden Funktionslogik antizipieren. Er segelt deshalb in der Regel nicht auf Sicht, sondern denkt und handelt vorausschauend – auf der Grundlage dieses Verständnisses. Darum geht es in den 16 Grundgesetzen des LangeWeges, die ich dir in den nächsten Blog-Beiträgen vorstellen möchte.

 

Praxisbeispiel – Lisa

Vielleicht hast du meinen letzten Blog-Artikel „Lisa – zwischenmenschliche Konflikte lösen“ vom 08.05.2020 gelesen? Darin wird beschrieben, wie die „herzensgute“ Lisa in einen Konflikt mit ihrer neuen Kollegin Henriette geraten ist. In der Folge habe ich dann erklärt, wie Lisa mit Hilfe des LangeWeges den Konflikt hätte handeln können.

 

Angenommen Lisa wäre schon lange vor der Begegnung mit der herrschsüchtigen Henriette LangeWeg-Geherin gewesen, dann hätte sie durch ein vorausschauendes Denken und Verhalten den Verlauf günstig beeinflussen können.

 

Durch den LangeWeg-Test hätte sie beispielsweise gewusst, welche ihre kritischen Erlebens- und Verhaltensmuster sind, und sie wäre in der Lage gewesen, diese früh aufzulösen. Wer diese Muster bei sich nicht kennt und löst, tappt häufig automatisch in sich wiederholende Beziehungsfallen hinein.

 

Hätte Lisa also zunächst den Test gemacht und die Kommentare zu den einzelnen Aussagen aufmerksam gelesen, dann wäre eventuell nicht nur ihre Selbsterkenntnis gewachsen. Darüber hinaus wäre sie auch in der Lage gewesen, besser zu verstehen, wie andere ticken. Das bedeutet, sie hätte eventuell früh checken können, was Henriette antreibt.

 

Das 12. Gesetz des LangeWeges lautet: „Die psychischen Grundbedürfnisse und ihre Verbiegungen.“ Nun kann vermutet werden, dass Henriettes natürliches Bedürfnis nach Selbstwerterhöhung oder nach Kontrolle im Laufe ihrer Entwicklung verbogen wurde. Das würde bedeuten, dass sie ihre Bedürfnisse auf eine ungute Art und Weise versucht zu befriedigen – mit negativen zwischenmenschlichen Konsequenzen. Nun ist es sicher nicht Lisas Aufgabe, Henriette zu (psycho)therapieren, aber indem sie ihre Kollegin besser versteht, wird es ihr eher möglich sein, mit ihr verträglicher umzugehen.

 

Auch das 2. Gesetz mit seiner großen Tragweite hier anzuwenden, wäre für Lisa sicher nützlich gewesen: „Menschen erhalten ihre Probleme häufig dadurch aufrecht, dass sie kämpfen, flüchten, vermeiden und/oder sich unterwerfen.“ Lisa hätte dieses Gesetz im Umgang mit Henriette von Anfang an beherzigen können – und hätte so früh dazu beigetragen, den Konflikt nicht eskalieren zu lassen. Durch die Beachtung dieses Gesetzes wäre Lisa die konflikthafte Verstrickung vielleicht von vornherein erspart geblieben.

 

Gerne gebe ich dir ein paar nützliche Regeln mit auf deinen Lebensweg, die dir helfen werden, vieles besser zu verstehen – bei dir und bei anderen.

 

In diesem Zusammenhang habe ich ein paar Gedanken zur Corona-Pandemie aus der LangeWeg-Perspektive aufgeschrieben. Sie erscheinen in meinem nächsten Newsletter. Darin beschreibe ich näher, wie die "Grundgesetze" sich auch in einer solchen Krise auswirken können, wie groß also ihr Geltungsbereich sein kann. Es wird darin deutlich, dass es in sehr vielen Lebensbereichen von Vorteil ist, sich mit den im LangeWeg formulierten Grundgesetzen auszukennen und sie immer wirkungsvoller in den eigenen Alltag einzubinden.

 

Mit meinem Newsletter möchte ich im Laufe der Zeit dein Anwendungswissen stärken. Wenn du meine Blog-Beiträge liest oder vielleicht sogar mein Buch gelesen hast, dann verfügst du über reichlich theoretisches Wissen.

Das theoretische Know-how ersetzt jedoch kein verinnerlichtes Anwendungswissen. Wenn du Wissen für die Praxis fruchtbar werden lassen möchtest, dann solltest du es dauerhaft anwenden.

 

In Anlehnung an Morpheus aus dem Film „Matrix“ möchte ich dir sagen:

 

Für dich bedeutet es einen großen Unterschied,

ob du einen Weg lediglich kennst

oder ob du ihn gehst.

 

Paul – Sinnkrise beenden

Im nächsten Praxis-Artikel am 05.06.2020 stelle ich dir Paul vor. Er führt nach üblichem Verständnis ein erfolgreiches Leben. Er hat eine einfühlsame, liebe und kluge Frau, großartige Kinder und einen richtig guten Job. Alles scheint super im Lot zu sein. Und dennoch macht sich bei ihm seit ein paar Jahren ein Gefühl der Unzufriedenheit breit. Woran das liegen mag?

 

Ich freue mich, dich dann wieder als Leser begrüßen zu dürfen.

 

Geh beharrlich deinen Weg – meine besten Wünsche begleiten dich dabei

Herbert Lange

 

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