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Ziele oder Wege – was ist wichtiger?

Kurze Info für Neulinge!

Der Blog besteht aus drei Rubriken:

 

LangeWeg-Basics: Für jene Leser, die den LangeWeg noch nicht kennen. Hier präsentiere und erkläre ich die wichtigsten Bausteine des Weges.

 

LangeWeg-in-der-Praxis: Für Leser, die den Weg bereits kennen.

Anhand konkreter Beispiele geht es hier um die praktische Umsetzung des LangeWeges. Hier werden Menschen vorgestellt, die ein Problem lösen, bestimmte Schwierigkeiten angehen oder die bestimmte Ziele anstreben möchten.

 

Die Namen sind frei erfunden, die Geschichten sind fiktiv, aber keineswegs ohne Realitätsbezug. Was ich hier in abgewandelter Form beschreibe, habe ich während meiner langen Beraterlaufbahn häufig ähnlich erzählt bekommen. Gemeinsamkeiten mit lebenden Personen sind zufällig und nicht beabsichtigt. 

 

LangeWeg-Nähkästchen: Hier berichte ich darüber, was „hinter den Kulissen“ abläuft und was es Neues beim LangeWeg gibt.

 

Mit einem Basic-Thema möchte ich heute meinen Blog fortsetzen.

 

Ziele oder Wege – was ist wichtiger?

„Entscheidend ist, was hinten rauskommt“, verkündete schon Altbundeskanzler Helmut Kohl in den 1980er-Jahren. Auf die Ziele kommt es also anscheinend an, weniger auf die Wege dorthin. Das ist auch die Beobachtung, die ich immer wieder mache. Nicht nur der und die Einzelne definieren ständig neue Ziele, die es zu erreichen gilt, auch Unternehmen, Organisationen und selbst Vereine wissen immer genau, wo es hingehen und was am Ende rauskommen soll.

Um die zielführenden Wege geht es dagegen eher selten.

 

Steuert der Mensch bestimmte Ziele an, bedient er sich dafür nur allzu oft seiner – in der Vergangenheit mehr oder weniger bewährten – Bewältigungsroutinen. Sein eingeschliffener Autopilot gibt ihm vor, wie er seine Ziele anstreben oder wie er seine Probleme lösen kann. Dieser Autopilot selbst wird dabei selten infrage gestellt. „Hat ja bisher auch irgendwie geklappt ...“.

 

Diejenigen, die beschlossen haben, den LangeWeg zu gehen, wissen jedoch, dass bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit am Ende auch das rauskommt, was als Ziel angestrebt wird. Sie wissen ganz genau, dass gute und passende Antworten auf das Wie erfolgsentscheidend sind.

 

Bevor wir uns diesen Voraussetzungen zuwenden, wollen wir uns aber zunächst die Barrieren anschauen:

 

Dysfunktionale Zielkonzentration

Dies ist ein Begriff, den ich in meinem Buch geprägt habe. Was ist nun darunter zu verstehen? Menschen können versuchen, Ziele in dysfunktionaler – das heißt auf nicht oder wenig zielführende Weise – anzustreben oder bei Schwierigkeiten auf dysfunktionale Problemlösestrategien zurückzugreifen.

Hier im Blog-Artikel möchte ich ein paar Beispiele dysfunktionaler Zielkonzentrationen nennen:

  1. Selbstsabotage-Programme (Malware) können die erfolgreiche Zielverfolgung hintertreiben. Hat z.B. jemand verlernt oder gar nicht gelernt, den eigenen Wünschen und Bedürfnissen genügend Raum zu geben, wie beispielsweise Monika oder Marion, dann drohen alle Bemühungen der gesundheitsförderlichen Selbstfürsorge zu scheitern. Deshalb sollte jeder Mensch bei sich checken, ob Malware bei ihm sein Unwesen treibt.

  2. Wenn Menschen total darauf fixiert sind, eine bestimmte Sache unbedingt haben oder eben auch nicht haben zu wollen, verkrampfen sie sich völlig! Denke z.B. an die sogenannten „Trainingsweltmeister“. Das sind Menschen, die im Training weltmeisterliche Leistungen abliefern. Die jedoch, wenn´s um die Wurst geht – etwa im Wettkampf – lediglich 50% ihres Leistungsvermögens abrufen können. Sie haben Angst, zu versagen. Genau gleich verhält es sich mit Prüfungsangst. Die Angst, es nicht zu schaffen, ist übermächtig. Manchmal ist es sogar die Angst vor dem Erfolg, der wiederum Erfolgsdruck auslösen kann. Das Ergebnis ist in beiden Fällen ähnlich. Die Menschen verkrampfen – psychisch und physisch.

  3. Dysfunktional ist die Zielverfolgung auch dann, wenn das Wie völlig außer Acht gelassen wird. Prominentes Beispiel: die in der Unternehmenswelt hochgepriesene SMART-Regel. Nach ihrer Definition sollen Ziele spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sein. Die Frage, wie ein Mensch seine Ziele mit Aussicht auf Erfolg erreichen sollte, fällt hier interessanterweise unter den Tisch.
    So, als würde das eine untergeordnete oder gar keine Rolle spielen. 

Das sind nur einige Beispiele dafür, weshalb die Konzentration auf ein Ziel dysfunktional sein kann.

 

Es gilt also zunächst, sich diese inneren Barrieren bewusst zu machen, um sich dann darum zu kümmern, wie die Ziele, die man sich gesetzt hat, erfolgreich angesteuert werden können.

 

Günstige innere Bedingungen dafür sollen im Folgenden beleuchtet werden.

 

Funktionale Zielkonzentration

Damit du die Ergebnisse auch erreichst, die du dir wünschst, ist eine wirksame Selbstlenkung der entscheidende Erfolgsfaktor. Kannst du dich selbst gut steuern, dann öffnen sich für dich sehr viele Türen. Du kannst damit zum einen viele Probleme hinter dir lassen und dir ist es zum anderen damit möglich, Ziele zu erreichen.

 

Beim LangeWeg basiert die effektive Selbststeuerung auf drei Säulen:

  1. Bestimmte Kompetenzen aufbauen
  2. Eine spezielle geistige Grundhaltung entwickeln
  3. Die „Grundgesetze“ beachten

1. Unter Kompetenzen sind ganz bestimmte Techniken der Selbstlenkung gemeint. Es lohnt sich, solche Techniken im Laufe der Zeit mithilfe des LangeWeges einzuüben. Ganz zentral ist hierbei die Fähigkeit, die eigenen Gefühle vorteilhaft steuern zu können (= Affektregulation).

 

2. Die geistige Grundhaltung beinhaltet spezielle Prinzipien, Tugenden und Grundüberzeugungen, die dir bei deiner Zielverfolgung hilfreich sein werden. Dazu zählt z.B. Selbstfürsorge auszuüben oder genießen zu können.

 

3. Mit den „Grundgesetzen“ meine ich wichtige psychische und zwischenmenschliche Regeln, wie etwa die Bereitschaft, Verantwortung für dein Leben zu übernehmen, oder in entscheidenden Situationen zu agieren statt nur zu reagieren.

Wer diese Grundregeln kennt und respektiert, hat es in vielen Lebenslagen leichter. Wer sie ignoriert, bekommt häufig Probleme. 

 

Was ist nun wichtiger – Weg oder Ziel?

In meinem Buch „Wer nix checkt, kann nix ändern!“ habe ich diese Frage aufgegriffen und dahingehend beantwortet, dass natürlich beides wichtig ist. Ziele können wichtige motivationale Leuchttürme sein, die einem den Weg weisen. Ohne einen zielführenden Weg, der auch zu dir passt, nützen jedoch die besten Ziele wenig.

 

Als Mensch und als langjähriger psychologischer Berater möchte ich dir als Leserin und Leser jedoch eine klare Botschaft vermitteln:

 

Die meisten Menschen unterschätzen die Bedeutung zielführender Wege ganz erheblich.

Oft sehen oder erkennen sie diese überhaupt nicht.

 

Habe deshalb immer ein Auge auf den zu dir passenden Weg, ohne das Ziel aus den Augen zu verlieren!

 

Thomas – Selbstvertrauen aufbauen

Im nächsten Praxis-Artikel am 10.04.2020 stelle ich dir Thomas vor. Durch sein mangelndes Selbstvertrauen fühlt er sich häufig ausgebremst. Allerdings hat er sich noch nicht abgewöhnt, etwas zu wollen. Er traut sich nur nicht, bestimmte Dinge anzupacken. Der Artikel beschreibt, wie er den LangeWeg für seine Zwecke sinnvoll einsetzen kann.

 

Ich freue mich, dich dann wieder als Leser begrüßen zu dürfen.

 

Geh beharrlich deinen Weg – meine besten Wünsche begleiten dich dabei

Herbert Lange

 

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