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Selbstlenkung - Einführung

 

Selbstlenkung oder Selbstmanagement?

Die Begriffe Selbstlenkung oder Selbststeuerung spielen im LangeWeg eine wichtige Rolle. Im ersten Moment haben manche aber vielleicht keine konkrete Vorstellung davon, was damit gemeint ist. Geläufiger ist da wahrscheinlich schon die Bezeichnung Selbstmanagement. Bei Wikipedia ist Selbstmanagement „die Kompetenz, die eigene persönliche und berufliche Entwicklung weitgehend unabhängig von äußeren Einflüssen zu gestalten.“

 

Gemäß dieser Vorgabe sind die meisten Coaches und Berater auf dem Gebiet der Persönlichkeitsentwicklung bei ihren Klienten bestrebt, deren Individualität und Autonomie zu stärken. „Aus eigener Kraft stark und widerstandsfähig sein“ – so und ähnlich lautet das derzeit weit verbreitete Credo.

 

Davon unterscheidet sich der LangeWeg deutlich. Er leitet dazu an, ein kooperatives persönliches Wachstum anzustreben. Der einzelne Mensch entwickelt sich nach meiner Erfahrung so in der Regel schneller und nachhaltiger. Außerdem macht das persönliche, gepaart mit dem gemeinsamen Wachstum normalerweise mehr Freude.

 

Warum ist die wirksame Selbstlenkung für das persönliche Wachstum wichtig?

Inzwischen habe ich schon einige Jährchen auf dem Buckel – als Mensch und als beratender Psychologe. In dieser Zeit konnte ich beobachten, dass es einerseits Menschen gibt, die aus ihrer Perspektive lohnende Ziele verfolgen.

 

Andererseits gibt es aber auch viele, die sich offenkundig abgewöhnt haben, irgendwo hin zu wollen. Sie strampeln sich ächzend tagein, tagaus in einem Hamsterrad ab, verbrauchen dabei jede Menge Energie, kommen für sich persönlich aber keinen Zentimeter weiter.

 

Bei jenen, die noch Ziele anvisieren und anstreben, zeigt sich jedoch immer wieder, dass sie – unabhängig vom Bildungsstand – bei der Verwirklichung dieser Ziele auf ihre althergebrachten und tief eingeschliffenen Bewältigungsroutinen zurückgreifen. Selbst dann noch, wenn sich das Bewährte in der Realität nicht (mehr) bewährt.

 

Den Autopiloten mal einer kritischen Überprüfung zu unterziehen, die eigene Brille mal unter die Lupe zu nehmen – auf diese Idee kommen sie oft nicht. Noch weniger prüfen sie Brille und Autopiloten wiederholt und systematisch. Und die Kompetenzen, Brille und Autopiloten zum eigenen Vorteil zu formen, sind meist nicht oder nur rudimentär vorhanden.

 

Die SMART-Regel ist das Mantra vieler Coaches und Berater. Nach ihr soll der Einzelne seine Ziele – spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert – gestalten.

 

SMART hat jedoch ein paar Fußangeln. Auf eine möchte ich hier eingehen:

Es sagt seinem User nämlich nicht, wie er seine Ziele anstreben soll.

Aber genau darauf kommt es entscheidend an.

 

Das tollste Ziel nützt wenig, wenn der zielführende Weg fehlt!

 

Der LangeWeg möchte auf das „Wie“ Antworten geben, die in der Praxis funktionieren. 

 

Wofür kannst du die effektive Selbststeuerung einsetzen?

Für viele Aufgaben- und Problemstellungen. Darüber hinaus aber vor allem für deine ganz persönlichen Ziele. Du kannst mit ihr deine Schadsoftware loswerden und das anstreben, was dir erstrebenswert erscheint. Deine Ziele bestimmst du freilich selbst. Mein Vorschlag für dich ist, deine Zielsetzungen an deinen vier psychischen Grundbedürfnissen auszurichten.

 

Wenn du das tust, dann wirst du, unabhängig von deinen weiteren Zielen, immer auf der Gewinnerseite stehen. Diese Bedürfnisse werden in einem späteren Blog-Beitrag beschrieben.

 

Außerdem ist es aus meiner Sicht hilfreich, wenn dein Denken und dein Handeln auf einem ethischen Fundament stehen – Gewalt gegenüber dem Planeten und damit gegenüber den Mitmenschen können wir künftig nicht mehr gebrauchen. 

 

Wie kannst du dich vorteilhaft lenken?

Alle Werkzeuge zur Selbstlenkung des LangeWeg zu beschreiben, würde den Rahmen hier sprengen. Jedoch möchte ich auf das Herzstück eingehen. Wie du der Gebrauchsanleitung zum LangeWeg, also dem Buch „Wer nix checkt, kann nix ändern!“, vielleicht schon entnommen hast, besteht der Weg aus drei Hauptbestandteilen: 1) Die geistige Grundhaltung entwickeln, 2) die „Grundgesetze“ beachten und 3) spezielle Kompetenzen aufbauen.

 

Bei den Kompetenzen ist wiederum eine von besonderer Bedeutung: Sie betrifft die Affektregulation – sprich, die Fähigkeit, die eigenen Gefühle gezielt und vorteilhaft lenken zu können. Wenn du dein Erleben und Verhalten günstig beeinflussen möchtest, dann ist der kompetente Umgang mit den eigenen Emotionen ausgesprochen hilfreich.

 

Angenommen, du bist in bestimmten Situationen ängstlich, in denen du jedoch keine Angst gebrauchen kannst … Oder du bist gegenüber bestimmten Personen wütend, ohnmächtig, enttäuscht, – aber dir sind diese Emotionen im Umgang mit ihnen überhaupt nicht nützlich … Oder du möchtest etwas Bestimmtes erreichen, aber es mangelt dir an Motivation – sei es, dass der innere Schweinehund dich lähmt oder die Schadsoftware dich ausbremst – dann kommt es auf die Fähigkeit an, die eigenen Gefühle wirksam lenken zu können.

 

Und die Gefühlssteuerung funktioniert beim LangeWeg mithilfe von Imaginationen, genauer mit sogenannten „emotionalen Zielbildern“. Wer mit der Technik vertraut ist, diese Bilder gezielt einzusetzen, dem ist es möglich, bestimmte Situationen anders zu erleben.

 

Sebastian – Manipulation und Missbrauch erkennen

Im nächsten Praxis-Blog am 14.02.20 geht’s um das Thema „Manipulation“.

 

Geh beharrlich deinen Weg – meine besten Wünsche begleiten dich dabei

Herbert Lange

 

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