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Selbstsabotage-Programme – Einführung

Was genau sind Selbstsabotage-Programme?

Damit meine ich unvorteilhafte Denk-, Fühl- und Verhaltensgewohnheiten. Sie sabotieren genau genommen zweierlei: Sie behindern dich erstens darin, zu erspüren und zu ergründen, was für dich wirklich wichtig ist und wohin deine Reise gehen soll. Aber selbst wenn du ganz genau weißt, was du anstreben möchtest, können sie dir die Tour vermasseln. Warum scheitern so oft die guten Neujahrsvorsätze? Warum erreichen viele Menschen ihre Wunschziele nicht? Warum haben viele sich abgewöhnt, sich etwas zu wünschen? Weil die tief eingeschliffenen und deshalb meist automatisiert wirkenden Muster häufig genau das verhindern. Ist sich der Muster-Besitzer seines ihn lenkenden Autopiloten bewusst? Oft nicht – das macht die Sache so tückisch. 

 

Woher kommt die Malware?

Die dysfunktionalen Muster oder Schemata, wie sie in der psychologischen Fachsprache genannt werden, können durch Erziehung zustande gekommen sein – so wie es in der Selbsthilfe- und Ratgeberliteratur häufig geschrieben steht. So kann der Mensch von Kindesbeinen an lernen,

  • die gesunde Selbstfürsorge wenig zu beachten,
  • überhaupt sich nicht so wichtig zu nehmen,
  • sich übermäßig wichtig zu nehmen,
  • durch Leistung Liebe oder Aufmerksamkeit zu erkämpfen,
  • schlecht Nein sagen zu können,
  • schlecht Ja sagen zu können,
  • es allen recht machen zu wollen
  • usw.

 

Zusätzlich möchte ich behaupten, dass viele unvorteilhafte Muster – ich nenne sie „Verbiegungen“ – kulturbedingt erworben werden. Ständig wird uns suggeriert, dass wir alles Mögliche bräuchten und deshalb kaufen müssten, um glücklich zu sein; dass Wertschätzung in erster Linie durch grandiose Leistungen gewonnen wird … etc.

 

Durch viel Arbeit, durch die ungeheure Informationsflut, durch die vielen Außenreize – überall hupt, klingelt, blinkt, piept oder surrt irgendetwas – verlernen wir, in uns hinein-zu-spüren, verlernen wir, zu ordnen und für uns gesunde Prioritäten zu setzen. Kurz: Der innere Kompass verliert die Orientierung und rotiert hektisch – so wie wir selbst. Treffenderweise meinte bereits Albert Schweitzer: „Der moderne Mensch wird in einem Tätigkeitstaumel gehalten, damit er nicht zum Nachdenken über den Sinn seines Lebens und der Welt kommt.“  

 

Wie wirst du diese Malware los?

Erkenne deine Muster. Das funktioniert nach dem LangeWeg mit der induktiven und mit der deduktiven Methode. Was heißt das? Induktiv heißt, dass du aufgrund einzelner Wahrnehmungen auf ein übergeordnetes Muster schließen kannst. Deduktiv bedeutet, dass du das übergeordnete Steuerungsmuster erkannt hast und dann wahrnimmst, in welchen konkreten einzelnen Situationen sich das Muster auswirkt.

 

Ich empfehle dir, sowohl induktiv als auch deduktiv vorzugehen. Deduktiv kannst du beginnen, indem du meinen Selbsteinschätzungsbogen ausfüllst. Der Download enthält auch die Anleitung zur Auswertung.

Die Identifikation der negativen Muster ist die Voraussetzung, um sie später löschen zu können. 

 

Was hast du von der Löschung?

Sehr viel. Du kannst dadurch einen inneren Kompass entwickeln, der gut funktioniert. Wenn dein Großrechner und dein Körper von der Schadsoftware befreit sind, dann funktioniert dein Kompass wesentlich besser – weil du dann ein wesentlich besseres Gespür dafür bekommst, was für dich wirklich zählt und wohin die Reise gehen soll.

 

Wenn du deine Viren und Würmer entfernt oder deutlich geschwächt hast, wirst du darüber hinaus deine Ziele wesentlich erfolgreicher anstreben können. Diese „Tierchen“ sind für dich nämlich Sand in deinem Getriebe, die dein Fortkommen behindern. Also müssen die Viecher weg. 

 

Aber wie befreist du dich von der Malware, nachdem du sie dir bewusst gemacht hast?

Indem du lernst, dich wirksam zu lenken. Kannst du dich gut steuern, dann bist du in der Lage, der Schadsoftware den Gar auszumachen. Und die effektive Selbststeuerung ist dir dabei dienlich, deine Ziele erfolgreich anzustreben. Im Unterschied zu den gängigen Ratgebern funktioniert sie bei mir nicht rein kognitiv – also durch den Umbau von Gedanken, Bewertungen und Glaubenssätzen.

 

Das Kernstück der Langeweg-Selbstlenkung ist die direkte Affektregulation. Das bedeutet, dass das Erleben und die Gefühle nicht nur über den „Umweg“ der Gedanken gesteuert werden, sondern hier werden die Emotionen mittels Imaginationen direkt beeinflusst.

 

Im nächsten Blog-Artikel am 17.01.20. geht es um die gestresste Monika.

Titel: "Monika - sie denkt an alle und an alles, ... nur nicht an sich"

 

Geh beharrlich deinen Weg – meine besten Wünsche begleiten dich dabei

Herbert Lange

 

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