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Die Spitz-Story

Die Geschichte

In meiner Kindheit habe ich eine Erfahrung gemacht, die sich prägend auf mich auswirkte. In diesem Erlebnis sind die drei Bestandteile des LangeWeges bereits in ersten Ansätzen enthalten.

Vielleicht mutet die Story anfangs etwas seltsam an, aber du wirst schnell ahnen, dass sie es ganz schön in sich hat.  

Im zarten Alter von sieben Jahren hatte ich meine erste Freundin. Immer wenn ich sie besuchen wollte, musste ich an einem Haus vorbeigehen, das von einem Spitz bewacht wurde. Sobald ich das Haus erreichte, kam der Hund bellend angeschossen. Ich hatte höllische Angst vor dem Viech und rannte weg. Regelmäßig verfolgte er mich. Einmal biss er mich sogar ein bisschen. Eines Tages ging ich zu meinem Vater und fragte ihn, was ich tun solle. Er sagte: „Wenn du das nächste Mal am Spitz-Haus vorbeigehst, geh langsam und tu so, als gäbe es ihn nicht“. Gesagt, getan. Voller Angst gelangte ich zum Haus, zwang mich aber trotz schlotternder Knie langsam zu gehen. Das kläffende Monstrum raste mir wieder wie ein geölter Blitz entgegen. Doch diesmal spürte ich sehr schnell – das kleine Ungeheuer zeigte sich irritiert! Ich reagierte nicht mehr auf ihn, woraufhin er nichts mehr mit mir anzufangen wusste. Die Bellerei wurde immer weniger, bis der Spitz kaum noch Notiz von mir nahm. Auch mein negatives Gefühl – in diesem Falle Angst – nahm peu à peu ab.

Bis die Sache durch war. 

 

Was hat es mit der Story auf sich?

Von der Spitz-Geschichte kann man fürs Leben einiges lernen. Mit etwas Fantasie kannst du die Lehren aus dieser Geschichte auf viele Problemlagen übertragen und für die Verfolgung unterschiedlicher Ziele einsetzen.

Die drei Komponenten des LangeWeg sind in der Story bereits ansatzweise erkennbar:

 

1. Die Beachtung bestimmter „Grundgesetze“.

2. Die Entwicklung einer besonderen geistigen Grundhaltung.

3. Der Aufbau spezieller Kompetenzen – das sind die Werkzeuge. 

 

Kurze Erklärung

1. „Grundgesetze“: Damit sind bestimmte Regeln des psychischen und sozialen Funktionierens gemeint. Wenn du sie kennst, hast du ziemlich gute Karten in den Händen. Wer sie nicht kennt oder sie missachtet, muss mit den Folgen leben.

2. „Grundhaltung“: Das sind bestimmte Werte, Prinzipien und Tugenden, die für dich von großem Vorteil sind – wenn du dich weiterentwickeln möchtest.

3. „Werkzeuge“: Das sind spezielle Fähigkeiten, die du benötigst, um deine privaten und beruflichen Ziele erfolgreich anstreben zu können. Die zentrale Kompetenz beim LangeWeg ist die wirksame Selbstlenkung.

 

Vielleicht hört sich das erst mal für dich etwas trocken und theoretisch an. Die praktische Bedeutung der drei Bestandteile wird dir jedoch (hoffentlich) bald bewusst werden.

Und ich finde Einstein hat recht: „Nichts ist praktischer als eine gute Theorie.“

 

Denk an den Spitz!

Im Laufe des Buches erinnere ich immer mal wieder an die Spitz-Story. Insbesondere dann, wenn ich auf die typisch menschlichen Bewältigungsstile hinweisen möchte, die die Probleme eher erhalten, als sie zu lösen. Ein „Gesetz“ ist dabei ganz besonders bedeutsam: Menschen erhalten ihre Probleme häufig dadurch aufrecht, dass sie kämpfen, flüchten, vermeiden und/oder sich unterwerfen. Ich denke, dass sehr viele Menschen ihre Probleme unfreiwillig konservieren, weil sie dieses wichtige „Gesetz“ nicht kennen.

 

Die Selbstsabotage hat also viele Gesichter. Sie kann darin begründet sein, dass die „Grundgesetze“ ignoriert werden. Sie kann ihre Ursachen auch in unvorteilhaften Denk-, Fühl- und Verhaltensmustern haben.

 

Unter der Rubrik LangeWeg-in-der-Praxis beschreibe ich im nächsten Blog-Beitrag die Geschichte von Rainer, der mit dem goldenen Löffel im Mund aufgewachsen ist - mit erheblichen Folgen!

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