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Die Cover-Story

Persönlichkeitsentwicklung - mit Tomaten auf den Augen?

Als ich begann, mir Gedanken über das Cover zum Buch „Wer nix checkt, kann nix ändern!“ zu machen, da schaute ich mir die Cover-Designs anderer vergleichbarer Bücher an. Die meisten dieser Buchumschläge erschienen mir qualitativ hochwertig und machten auf mich oft einen sehr ästhetischen Eindruck. Hier waren echte Profis am Werk, dachte ich mir. Dann stellte ich mir vor, wie all diese attraktiv gestalteten Bücher auf einem realen oder virtuellen Büchertisch ausliegen würden. Ein Tisch, auf dem fünfzig oder hundert dieser Bücher präsentiert würden. Und hier muss ich sagen, dass dann wahrscheinlich nur sehr wenige dieser Exemplare meine Aufmerksamkeit auf sich gezogen hätten. Fast alle sind ausgesprochen nett anzuschauen, aber irgendwie sind sie auch austauschbar und gehen in der Masse unter.

 

Deshalb wollte ich mein Titel-Design zu einem echten Eyecatcher machen. Ich wählte ein Foto, das einerseits zum Buchtitel passt und das andererseits aus dem Rahmen fällt. Läge das Büchlein mit vielen anderen Büchern auf einem Tisch, dann sollte es den schweifenden Blick stoppen. Der erste Gedanke sollte sein: „Hoppla! Was kommt denn hier daher!“ Das war mein Ziel.

 

Das scheint gelungen zu sein. Allerdings haben mir die ersten Reaktionen auch gezeigt, dass das Cover regelrecht polarisiert. Die einen finden den Typen mit den Tomaten auf den Augen witzig und zum Titel passend, die anderen fühlen sich hingegen unangenehm berührt, ja fast abgestoßen.

Wohl hauptsächlich wegen des Fotos, das einen nicht nur desorientierten, sondern auch einen einigermaßen unansehnlichen Menschen zeigt. Und das Ganze kombiniert mit einem Buch-Titel, der für manche fast vorwurfsvoll klingt: „Was? Ich soll nix checken?“

Dreiste Behauptung!

 

Aufgrund dieser Rückmeldungen zum geplanten Cover habe ich also lange mit dem Gedanken gerungen, es auszutauschen. Nach vielen Diskussionen und Überlegungen war klar, dass es einige gute Gründe für den Wechsel gab. Andererseits sprachen auch gewichtige Argumente dafür, das Cover-Design beizubehalten – nicht zuletzt meine ursprünglichen Überlegungen zu seiner Auswahl.

Nach zähem Hin und Her entschied ich mich für Letzteres.

 

 

Raus aus dem Hamsterrad!

Die beschriebene Kontroverse regte mich zu verschiedenen Gedanken an. Ein paar von ihnen möchte ich dir erzählen.

 

Im Buch wird beschrieben, dass (nahezu) alle Menschen im Laufe ihres Lebens für ihre weitere Entwicklung unvorteilhafte Denk-, Fühl- und Verhaltensmuster aufgebaut haben. Bisher habe ich noch niemanden kennengelernt, der gänzlich frei von dieser Art „Schadsoftware“ ist. Das ist kein Drama, das ist menschlich und normal. Wer Trojaner, Viren oder Würmer auf seinem Großrechner und in seinem Körper hat, muss keineswegs krank sein. Aber sie sind auch nicht besonders vorteilhaft, sondern für die eigene positive Entwicklung wie Sand im Getriebe. Außerdem stellen sie echte Energiefresser dar.

Sie können auch maßgeblich dazu beitragen, dass der Mensch aus seinem kraftraubenden und alltäglichen Hamsterrad nicht raus kommt. Schließlich können sie jede Menge negativen Stress produzieren.

 

Weil der eigene Autopilot häufig nicht wahrgenommen und deshalb auch oft nicht infrage gestellt wird, entzieht er sich seiner Lenkbarkeit. Genau dafür – nämlich die lange gebahnten eigenen Muster nicht infrage zu stellen und nicht zu wissen, wie man sie beeinflussen könnte – steht die Metapher der „Tomaten auf den Augen“ auf dem Cover. Die Tomaten begünstigen also den Verbleib im Hamsterrad. Wird der Mensch von seinen Tomaten befreit, unterstützt durch eine taugliche Anleitung, so kann das ein erster wichtiger Schritt in Richtung Hamsterrad-Exit sein!

 

 

Tomaten auf den Augen - ein Problem der ganzen Menschheit?

Im Zuge der Cover-Kontroverse ist mir noch etwas ein- und aufgefallen. Eigentlich versinnbildlicht das Cover die gegenwärtige Lage der Menschheit. Es gibt auf der Welt jede Menge großer Probleme, die darauf warten, gelöst zu werden. Werden sie nicht gelöst, drohen sie uns im wahrsten Sinne des Wortes, um die Ohren zu fliegen. Ist das Panikmache? Vielleicht. Aber es ist leider auch Realität. Und den Menschen stünde Panik gut zu Gesicht, andernfalls kommen sie nämlich nicht in die Gänge. Aber auch hier gibt es stark polarisierende Auseinandersetzungen.

Für die einen gilt mehr oder minder das Motto „weiter so“. Sie wollen sich ihre liebgewonnenen Gewohnheiten, Bequemlichkeiten, Glaubenssätze und Ideologien nicht nehmen lassen. Sie wollen ihre Tomaten unbedingt behalten. Den anderen ist klar geworden, dass die Tomaten verschwinden müssen. Sie versperren die Sicht auf neue Ideen und Konzepte. Dieser Zwiespalt kennzeichnet derzeit unsere Gesellschaft und vermutlich geht der Riss auch durch viele von uns. Einerseits klebt man noch an alten Vorstellungen und Errungenschaften, andererseits flüstert einem eine Stimme aus der Tiefe des Gehirns, der Gefühlswelt und des Körpers leise, aber bestimmt ins Ohr:

Ich bzw. wir fahren den Karren an die Wand.

Wir alle müssen die Kurve kriegen, bevor es zu spät ist.

 

Wie auch immer die Diskussionen um den richtigen Weg weitergehen mögen, eines möchte ich ganz allgemein behaupten: Wenn kleine wie auch große soziale Einheiten (also Familien ebenso wie Staaten) gut funktionieren wollen, dann sind sie immer auf gut funktionierende Einzelmenschen angewiesen, die, verankert in einer tragfähigen Ethik, bereit sind, Verantwortung zu übernehmen – für sich und für ihr Eingebettet-Sein.

Das entspricht der Grundphilosophie des LangeWeges.

 

 

Die Spitz-Story

Im nächsten Blog-Artikel unter „LangeWeg-Basics“ stelle ich dir die Spitz-Story vor – eine wahre Geschichte aus meiner Kindheit, in der die drei Bestandteile des LangeWeges schon in ersten Ansätzen enthalten sind.

 

 

Rainer - mit dem goldenen Löffel im Mund

In der Kategorie „LangeWeg-in-der-Praxis“ berichte ich über Rainer, der durch seinen Lebensweg eine ihn schwer belastende Hypothek erworben hat. Ich werde beschreiben, wie er damit anfangen kann, aus dieser Nummer rauszukommen.

 

Geh beharrlich deinen Weg – meine besten Wünsche begleiten dich dabei

Herbert Lange

 

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